Matthiasgärten

Neubau eines Wohnquartiers mit 153 Wohneinheiten in 7 Gebäuden mit Tiefgarage in der Landsberger Allee 32, Berlin-Friedrichshain

Der Reiz in der Entwicklung der „Matthiasgärten“ bestand darin, eine geschlossene Gebäudegruppe stilistisch so eigenständig zu gestalten, dass das Ensemble inmitten einer weitgehend ungeordneten Nachbarschaft als prägnante, großzügige Einheit wirkt.

Dabei hat jedes der sieben Einzelhäuser seinen durch Fassadengestaltung, Wahl der Materialien und Farbgebung klar ablesbaren, eigenen Charakter. Die entwerferische Grundhaltung nimmt dabei klar Bezug auf die großzügigen Berliner Mietshäuser des frühen 20. Jahrhunderts.

Die Großzügigkeit der Anlage ist durch die Grundstückssituation vorgegeben. Es gibt keine Hinterhäuser oder Seitenflügel, die Gebäude gruppieren sich um einen großen, grünen Garten. Jedes Haus hat dabei seine eigene symmetrisch entwickelte Fassade, eine großzügige Eingangshalle und eine eigene „Adresse“.

Die Fassaden sind durch Erker, Loggien und Balkone plastisch gegliedert, bei genauer Betrachtung ist jede Wohnung für sich ablesbar. Die Balkone sind so angelegt, dass sie im Wechselspiel aus Vor- und Rücksprung jedem Bewohner einen sonnigen und gleichzeitig geschützten Platz bieten.

Die Grundrisse bieten das höchst mögliche Maß an Nutzungsflexibilität: der Fluranteil bleibt so gering, wie möglich, Wohnzimmer und Küche liegen im engen räumlichen Zusammenhang, entweder nebeneinander oder durch das Gebäude durchgesteckt. So entsteht eine Vielzahl individueller Wohngrundrisse, jeder einzelne ist aus Lage und Belichtung der jeweiligen Wohnung entwickelt. Allen gemeinsam ist, dass sie die vorhandenen Flächen optimal nutzen und durch die überlegte Raumabfolge individuellen Wohnraum im Herzen von Berlin schaffen.

Fotos: Peter Eichler

Mitarbeiter in diesem Projekt