Gleisbogen Dresden

Städtebaulicher Wettbewerb für das Entwurfsgebiet „Ehemaligen Gleisbogen“ am Neustädter Bahnhof in Dresden zur Schaffung von neuem Arbeits-, Wohn- und Bildungsraum

Alle Neubauten verstehen sich als eine Art Symbiose aus Bauwerk und Grün. Die entwickelten Stadtbausteine teilen sich funktional als auch gestalterisch in zwei Hochpunkte und drei Stadtblöcke, die zwischen der sehr unterschiedlichen Bebauung der Nachbargrundstücke vermitteln. Der Entwurf orientiert sich stark an den ursprünglichen städtebaulichen Strukturen des ehemaligen Gleisbogens und nimmt diese durch eine geknickte Blockrandbebauung wieder auf. Diese Anordnung greift auch die Figur des bestehenden Lokschuppens auf. Der entstandene Zwischenraum dient als neuer Quartiersplatz.

Die Unterteilung in drei Blockbebauungen schafft grüne Verbindungen zwischen Erschließungsstraße im Norden und Fußgängerweg im Süden. Die Hofstrukturen öffnen sich im Erdgeschoss, ermöglichen eine Durchwegung und verbinden halböffentliche und private Bereiche.

Das Verhältnis zwischen Wohn- und gewerblicher Nutzung passt sich der urbanen Lage des Baufelds an. Durch Vorlagerung eines Büro- und Gewerberiegels zur Hansastraße wird der entstehende Verkehrslärm aus dem Wohnquartier ferngehalten. Eine ähnliche Funktion hat das Gebäudeensemble aus ehemaligem Lokschuppen und der Erweiterung, in dem sich größtenteils kulturelle Nutzung findet, für die angrenzenden Bahntrassen. Dieser Mantel an halböffentlicher Nutzung schirmt die Wohnbebauung vom Lärm ab, so dass in der späteren Ausformulierung weniger kostspielige Schallschutzmaßnahmen erforderlich sind.

Visualisierungen: Fuchshuber Architekten GmbH

Mitarbeiter in diesem Projekt