Humboldt

Umnutzung eines historischen Umspannwerkes zu einem multifunktionalen Gründerzentrum in Berlin

Das Humboldt-Abspannwerk wurde 1926 von Hans Heinrich Müller für die Berlin Kraft & Licht AG errichtet. Es galt sowohl funktional als auch gestalterisch als wegweisend und wurde zum Vorbild für die Errichtung aller weiteren Ab- und Umspannwerke in Berlin. Bis 1992 in Betrieb, hinterließ die Stilllegung einen eigentümlichen, fast unheimlichen Ort – eine „Industrieburg“ in dichter, weitgehend dem Wohnen vorbehaltener Stadtlandschaft.

Unser Entwurf eines mulitifunktionalen Gründerzentrums konzentriert sich auf die Möglichkeiten des minimalinvasiven Umgangs mit der Gebäudestruktur und Fassade sowie der intelligenten Organisation des Innenraums.

Das Neue, nachträglich Hinzugefügte oder Veränderte wurde mit Äusserster Zurückhaltung gestaltet und soll nicht in Konkurrenz zur originalen Bausubstanz treten. Ein spannendes Experiment, dass es gelungen ist, zeigt sich daran, dass ein Mieter, der zu Beginn lediglich 20 % der insgesamt 12.000 m² Nutzfläche beanspruchte, den Komplex noch während der Planungsphase vollständig übernahm.

Fotos: Peter Eichler

Mitarbeiter in diesem Projekt